Der große Wohnwagen Test in den Nachbarländern

Bevor wir in unser 4-monatiges Abenteuer quer durch Europa starteten, beschlossen wir einen 10-Tages Testlauf zu machen. Wir verbanden einfach einen Designmarkt in Österreich mit dem Bikefestival am Gardasee und bauten noch ein paar "Sport-Stopps" ein. Siehe da, das Wohnwagenleben läuft.

Startpunkt Österreich

In Linz beginnts - gestartet sind wir mit einem Designmarkt in der Tabakfabrik und haben erstmal zwei Tage lang schön die Kollektion präsentiert. Danach gings nach Hause ins Salzkammergut - um mittlerweile nicht nur meine Familie sondern auch Holgers Cousin zu besuchen und die Lieblingsberge abzugrasen.

Einen Regentag haben wir dann auch in der Kletterhalle in Bad Ischl verbracht (kombiniert mit einem feinen Abendessen in der Residenz Prechtl) um dann am nächsten Tag weiter gen Süden zu reisen. Dabei haben wir eher durch Zufall  ein kleines Fleckchen Erde der Besonderen Art entdeckt: den Löckensee oberhalb des Gosausees. Wenn jemand mal dort in der Gegend ist, unbedingt mit dem Rad hoch und den Wanderweg wieder runter. Danach ginsgs weiter ins schöne Kärnten - nach Spital an der Drau für ein weiteres Familienabendessen. Nachdem wir also in Kärnten das letzte Mal verköstigt wurden, ging der Urlaub endlich los.  Gleich mal etwas turbulent, da uns unsere Route weiter über Lienz ins Pustertal und fälschlicherweise nach Cortina führte. Schön waren der Toblachersee und der Ausblick auf die drei Zinnen. In Cortina mussten wir uns aber eingestehen, dass es wohl schlau ist vor Fahrtantritt die Strecke bis zum Ziel zu planen. Viele Kurven in der Karte bedeuten Pässe. Und mehrere Pässe hintereinander sind dann doch einige zuviel. Daher blieb es bei dem Abstecher (anstatt weiter über die Pässe nach Bozen zu fahren), aber wir waren bestimmt nicht das letzte Mal in Cortina.

Dem langen Umweg getrotzt, machten wir uns wieder auf den Weg, über Bruneck, Brixen und Bozen bis nach Salorno um dort unterhalb einer Burg zu nächtigen. Gar nicht so leicht war es - schon ziemlich übermüdet, hungrig und verdrossen über die lange Fahrt - einen Schlafplatz zu finden. Doch am Ende passt ja immer alles und wir schlummerten zufrieden in den nächsten Tag.

 

Salzkammergut - Kärnten - Pustertal

Zwischenstation Italien, Trentino

Der Gardasee und Umgebung, was soll man da schon groß dazu sagen. Lustig war es, weil wir genau zum Bikefestival da waren und ganz viele bekannte Gesichter getroffen haben. Klettern am Gardasee ist ja manchmal etwas nervenraubend mit all den Touristenströmen, die ins Klettermekka pilgern. Da war das erste Mai-Wochenende natürlich keine Ausnahme. Beim Radfahren entdeckten wir allerdings dann ein wunderbar hoch über Nago gelegenes Gebiet: Segrom. Holgers erste 30 Meter Tour und pures Vergnügen für mich. 

Am Montag ging es dann morgens wieder gen Norden. Ein Freund hatte uns von der "strada del 52 galerie" erzählt, den Überbleibseln am Pasubio vom 1. Weltkrieg. je näher wir dem ziel kamen, mussten wirfeststellen, dass wir mal wieder den altbekannten Fehler gemacht hatten: die vielen Kurven auf der Karte ignoriert. Da musste unser Wohnwagen mal wieder einen Pass hinauf. Der Weg hoch zu den Galerien war uns dann leider vom guten Winter südlich des Alpenhauptkammes versperrt, es lag noch zuviel Schnee am Weg hoch zum Refugio Papa. Das muss wohl auch auf die Liste der Dinge, die man in naher Zukunft noch machen möchte. Schön war es trotzdem, viel unberührte Natur und den Hauch der Vergangenheit immer im Nacken.

 

Trento - Gardasee - Passo Pian delle Fugazzo

Heimweg über Latsch


Von Latsch sind wir hin und weg. Angekommen sind wir dort spät in der Nacht nach einem vollgepackten Tag am Pasubio, müde von unserem Wanderabenteuer. Aber das Wetter lies nicht zu wünschen übrig und so machten wir uns gleich morgens auf zur Touri-Info um nach den Trails zu fragen - denn in Latsch war man ja wohl zum Radeln. Da ich aber auch die Finger nicht von den Felsen lassen kann, wollte ich auch noch wissen wo das nächste Klettergebiet sei. Und siehe da, schon hatten wir ein Topo vom Klettergebiet auf der anderen Seite der Stadt in der Hand, 20 Minuten Fußmarsch. Sehr nett übrigens diese Südtiroler.

Geplant war also der Tag, ne kleine Runde radeln (laut Bikegeschäft 700 hm und ne nette Rundtour) und danach klettern. 

 

Aus der "kleinen" Radtour wurde ne 5-Stunden Tour, aber eine der schönsten die ich je gefahren bin. Vollgepackt mit schönen Anstiegen auf Forststraßen, Wahnsinns-Panorama, flowig-engen Waldtrails, ein paar technischen Stellen und am Ende noch ne Burg und jede Menge Spitzkehren (Holger kann Spitzkehren, Lisa naja). Wer demnächst mal in Latsch ist, unbedingt die Runde fahren!

 

Nach der ausgiebigen Radeltour erforschten wir noch kurz das Klettergebiet oberhalb von Latsch. Dort finden sich zwei Sektoren in kompaktem Gneis und allen Schwierigkeitsgraden. Da ich mich grandios verschätzte Stand es nach ner Stunde Klettern 3:1 für Holger was das Erreichen des Tops anging. Feine Routen und definitiv ein Grund zurückzukehren.


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