Les derniers jours a France - im Land von Asterix und Obelix

Abenteurlich waren sie - unsere letzten Tage in Frankreich. Wir verliesen Bordeaux in Richtung Roscoff, um dort ein paar Tage später die Fähre nach Irland zu nehmen. Der Weg quer durchs Finistere (das obere Ende Frankreichs) brachte uns durch wunderbar unterschiedliche Gegenden. Dank des ADAC- Resiseatlasses fanden wir die Kanäle des Marais Poitevins, ein wunderbar schöner atlantischer Spreewald den wir "zu Boote" erkundeten. Das Boot hielt - es stiegen keine sorgenerregenden Blubberblasen auf und wir hatten zwei Stunden Paddelvergnügen: Perfekt ausgestattet mit den Adele Hoodies konnte uns nichts mehr erschrecken, außer den gelegentlichen Ottern und riesigen weißen Kühen die uns vom Ufer aus (also ca einem Meter Entfernung) argwönisch beobachteten. Danke defintiv für diesen tollen Tip lieber ADAC.

Weiter ging es dann nach Carnac, um dort die Menhire zu bestaunen. Dank einer lokalen Touristenkarte fanden wir eine Top-Trail-Lauftour: 15 km über Stock und Stein durchs verwunschene Asterix- und Obelix-Land: Vorbei an Dolmen (Grabstätten), durch Wälder und feuchte Wiesen. 

Den Abend verbrachten wir dann schon an einem wunderbar abgelegenen Strand etwas weiter nördlich, dessen Parkplatz Holger dank Google Street View entdeckt hatte. Am nächsten Morgen wurde erstmal wieder gelaufen, hier gab es schon schöne Klippen und wir entdeckten eine riesige Muschelbank, die uns auch unseren Abendschmaus bieten sollte. Wir hatten zwei alte Franzosen beim Abgrasen der Muscheln entdeckt und uns mit ihnen mit Händen und Füßen verständigt wie man die Muscheln zubereitet. Unser Küchenvokabular war nicht gut genug, um zu kapieren was sie mit "cuisiner? oui oui" aber im selben Satz "no water" meinten. Aber dank Jamie Olliver kapierten wir es: dämpfen! Also gabs am Abend moules et frites, wie man das wohl so macht. Davor war es aber nun endlich so weit: der Kite wurde zum ersten Mal ausgepackt. Und siehe da, auch wenn auf dem Etiket dick und fett stand man müsse die Anleitung vorher lesen - die war verloren gegangen - hatten wir ihn recht zügig in der Luft. Die Schwierigkeit lag eher darin nicht mit in die Luft zu gehen. Aber wir sind überzeugt: Das wird ein weiterer Sport, den wir nun fleißig betreiben werden.

Nach einer weiteren Nacht am Strand machten wir uns auf gen Norden -  war uns doch Kerluoan als Bouldergebiet im Kopf gewesen. Und das ist es auch. Riesige Blöcke überall verteilt, in den Äckern und auf den Stränden. Leider auch etwas unübersichtlich, deswegen entschieden wir uns irgendwann lieber zu kiten und Abenteurboule zu spielen. Geöffnete Campingplätze gabs keine - aber dafür übernachteten wir auf einem verlassenen. Irgendwas schien hier mit den Sanitäreinrichtungen und den EU-Richtlinien nicht zu funktionieren wurde uns erklärt. Tags darauf erkundeten wir noch den zwar touristischen aber trotzdem sehr niedlichen Ort Roscoff und setzten schließlich mit der Fähre über nach Irland. 

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