Glücklich sein im Regen

 

Gerade uns selbst ernannten Bergsportler erwischt er oft in den ungünstigsten Momenten - der Regen.

Besonders wenn Freitags der Wetterbericht nur Wolken und Nass ansagt, nachdem die ganze Woche die Sonne gescheint hat, verschwindet schlagartig mein Lächeln.

 

Wenn man große Erwartungen in jedes Wochenende setzt, muss man auch erstmal lernen mit dem Regen zurecht zu kommen.

 

An diesem Augustwochende ist mir das mit zahlreicher Unterstützung aus Stuttgart ganz gut gelungen.


Die aktuelle Neon scheint all die Themen abzufangen, die irgendwo in meinem Kopf rumspuken. Ein Artikel über einen Schwimmer, der im wahrsten Sinne das Handtuch geworfen hat um Eis zu verkaufen. Drei Jungs, die quer durch Deutschland reisen - auf der Suche nach der Antwort auf die Frage "Warum sind die Deutschen so unglücklich?". Es fehlt ihnen vor allem an einer Sache: Dem Mut Dinge zu verändern. Und auch irgendwie daran einfach mal zufrieden zu sein mit dem was man hat.


Am Wochenende hab ich das auch mal wieder geübt. Das Beste aus dem Regen gemacht: bin um 5 Uhr morgens aufgestanden, um den Sonnenaufgang hinter den Wolken nicht zu sehen; bin mit Freunden zur nächsten Hütte gewandert um Pommes zu essen; habe den Barcardi im hintersten Eck entdeckt und eine Runde Mäxle gestartet und am nächsten Morgen allen Pancakes gemacht. Zurück im Allgäu waren wir noch in der Breitachklamm. Holger hatte sich immer geweigert. Wollte nie mit mir hin. Eine Regenfront kann also Meinungen ändern. Und macht alles langsamer und nachdenklicher. Auch mal schön. Man kann guten Gewissens ein Murmel verfolgen und einfach ein bisschen Wandern gehen ohne das Gefühl zu haben die beste Abfahrt zu verpassen. Regnet ja - geht ja eh nix. 


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