Schesaplana - der Höchste im Rätikon

(Halb-)Tageswanderung auf den höchsten Gipfel im Rätikon mit viel Aussicht

Tour

einfache Tagestour vom Parkplatz der Lünerseebahn im Brandnertal; wir haben die Seilbahn ausgelassen, da dort eine lange Schlange war

 

Details

Die Tour ist technisch nicht anspruchsvoll; im oberen Bereich sind ordentliche Bergschuhe zu empfehlen, da man viel auf losem Gestein läuft; hier eine schöne Beschreibung auf Höhenrausch

 

Mit dabei

Wanderschuhe


Am Wochenende waren wir mit Adele Bergzauber in Dornbirn, auf der BazArt- ein schönes Kunst- und Designevent, das auch internationalen Künstlern eine Plattform bietet. Da aber das Wetter ein Traum war und ich mein Wochenende ja auch für die Berge nutzen will, bin ich am Sonntag losgezogen. Eine Freundin aus Zürich kam dazu, samt Paragleiter-Freund. Mangels guter Vorbereitung habe ich den erstbesten, höchsten Gipfel ausgewählt - die Schesaplana. Hoch über dem Brandnertal und die Grenze zur Schweiz, ein Berg mit Weitblick.

Das fanden wohl auch die 100.000 anderen Touris/ Wanderer gut. Schon witzig wem man da am Berg so begegnet, auf der Totalp Hütte war sogar ein Mädel mit Handtasche. Aber grundsätzlich ja schön, wenn man sich für die Berge interessiert und draussen unterwegs ist. Und die ersten 400 hm zum Lünersee hoch kann man auch mit der Gondel machen, deswegen waren jede Menge Pensionisten und Familien unterwegs. Wir haben vereinbart uns in 60 Jahren dort wieder zu treffen. Wahrscheinlich gibts dort dann zwar keinen See mehr - aber schöne Erinnerungen.

Der Weg hoch zum Gipfel war tatsächlich schweißtreibend, vor allem bei 35 °C. Oben war es dann auch sehr alpin, kein Grün mehr und versichert mit Drahtseilen wanderten wir durchs Geröll und über einen schrägen, verblockten Hang. Am Gipfel waren auch wir begeistert. Da es ein strahlender Sommertag war, konnten wir Ortler, Biancograt und Co ausmachen. Schockiert hat mich der Brandner-Gletscher auf der anderen Seite. Von Gletscher konnte man kaum noch sprechen. Spannend bleibt tatsächlich die Frage ob in 10 (und nicht 60) Jahren dort noch genug (Schmelz-) Wasser vorhanden ist. Die Problematik stellte sich auf der Barmer Hütte schon vor 2 Jahren, als ich dort im Sommer ein Monat verbrachte und auch in jeder zweiten Ausgabe der Panorama. Der Klimawandel bzw. die Klimakrise ist tatsächlich ein Thema wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Michi startete dann noch vom Grat und wir zwei Mädels blickten ihm neidisch hinterher, da uns noch zwei Stunden Abstieg bevor standen.....Im Tal erzählte Michi von seinen 10 Minuten Freiheit :)

 


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