La vie francaise

Gestartet hat unser Urlaub ganz spontan in Finale, um mit Freunden meinen Geburtstag zu feiern und einen Tag Radeln zu gehen. Dann hatten wir aber auch schon genug vom Trubel und reisten weiter zum Bouldern nach Annot. Die Anfahrt über die Schotterstraße war schon recht abenteuerlich, das Gebiet einsam und riesig. Die Aussicht war wie beschrieben der Wahnsinn aber die Topos liesen in der Tat etwas zu wünschen übrig.

Annot wirkt ganz verloren, der Ort war recht trostlos. Vielleicht wäre das bei Sonnenschein und 5 ° C mehr aber auch alles ganz anders. Es lies uns auf jeden Fall zur Ruhe kommen und wir streunten den ganzen Tag an der frischen Luft rum, erkletterten unsere Ostereier und flüchteten erst, als es nachmittags doch richtig zu regnen begann.

Regenbedingt  fuhren wir also weiter in die Verdonschlucht. Wenn ich den Namen nur schreibe, kribbelt es mir in den Fingern. Ich denke an die beeindruckenden Wände, das etwas beklemmende Gefühl wenn man hinunter schaut und daran, dass ich unbedingt bald mal mitten in diesen Wänden hängen möchte. Diesmal wollten wir wie auch 2014 zwar keine großen Touren klettern, erkundeten aber zwei kleine Sportklettergebiete und wanderten auf verbotenen Pfaden durch die Schlucht (definitv zu empfehlen, von La Maline nach unten und dann RECHTS halten, Achtung bei viel Regen/ Flutung Staudamm). Beim Decathlon hab ich auf der Weiterreise den passenden Führer gefunden, der nun im Regal auf den richtigen Kletterpartner für lange Abseilaktionen wartet.

Nach zwei Tagen packte uns wieder die Entdeckungslust und wir fuhren zum Radeln und Trail Laufen nach Castellane. Dort gibt es eine wunderbare Kapelle, westlich des Dorfes, die Chapelle Saint-Jean. Perfekt für einen kleinen Berglauf und wunderbare Blicke ins Tal.

Zu guter Letzt erkundeten wir noch Sisteron (Kletterfelsen mitten im Ort) und landeten am Ende in Orpierre. Tolles Kletterdorf, v.a. für Anfänger, da es megagut (fast zu gut :) ) abgesichert ist. Ich überredete Holger zu einer der hohen Mehrseillängen und wir verbrachten einen sehr windigen Tag in der Wand. Zum Radeln ist Orpierre auch zu empfehlen und mit am besten gefiel uns die Schenke im Ort für ein letztes Französisches Abendessen - moules frites und viel, viel Rotwein.