Zero Waste Home - Glücklich leben ohne Müll

Buchvorstellung Bea Johnson

Vor kurzem bin ich zufällig über einen Artikel in der perspective daily (sehr zu empfehlende online-Zeitung, mehr Infos hier) zum Thema Zero Waste gestolpert.

Bea Johnson, eine in Amerika lebende Französin, wurde zu ihrem Lebensstil interviewt. Sie hat es geschafft, gemeinsam mit ihrer Familie jährlich nur ein Konservenglas voll Müll zu produzieren. Das Interview hat mich so begeistert, dass ich mir gleich das Buch gekauft habe (tatsächlich in Papierform, da ich ein großer Fan von Büchern bin und auch Bea Johnson direkt im Buch schreibt, dass man dieses ja nach dem Lesen weiterreichen könne, um noch weitere Menschen zu informieren).

 

Am besten gefällt mir die Grundeinstellung der Familie, ihr Leben auf das Nötigste zu reduzieren und bewusst zu leben, nicht geleitet vom Konsumdenken. Bea Johnsons Buch zielt nicht nur auf eine "Zero Waste" Lebensweise, sondern auf einen bewussteren Lebensstil.

Als die Familie übergangsmäßig aus ihrem Haus auszog, stellten sie fest, dass der Großteil ihres "Hab und Guts" überflüssig ist. Also versuchte Bea es mit Minimalismus. Sie selbst schreibt, dass sie es definitiv bei manchem übertrieben hat, möchte in ihrem Buch aber alle Erfahrungen wiedergeben. Jeder Konsument kann schließlich Entscheidungen treffen und sich aus ihrem Buch die passenden Tipps und Ideen holen.

 

Ich versuche bewusst zu leben, ertappe mich aber dann doch immer wieder dabei "nicht mitzudenken": Wo die Lebensmittel herkommen, ob man jetzt wirklich ein neues T-Shirt braucht, ob man nicht doch mit dem Rad zum Bäcker fahren könnte, etc....

 

Bei Ihren Tipps geht es vor allem um praktische Ideen, wie zum Beipiel beim Einkaufen wo möglich auf Verpacktes zu verzichten. Im Allgäu gibt es zwar noch keine Unverpackt Läden, man kann sich aber zumindest bei Obst und Gemüse, Brot und sogar Milchprodukten bewusst entscheiden, auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Man kann immer eigene Sackerl, Dosen, etc. dabei haben und selbst im Supermarkt kann man zumindest auf unnötig Verpacktes, wie zum Beispiel den Tricolore Paprika verzichten. Vor kurzem waren wir ganz stolz auf uns, weil wir nur unverpacktes Gemüse im Einkaufswagen hatten (selbst im Feneberg ist es nämlich schwierig, kein Plastik im Korb zu haben und beim Discounter ist die Herausforderung umso größer).

 

Bea Johnson's Buch kann ich jedem nur empfehlen, der gerne mal über den Tellerrand schauen möchte um ein paar sinnvolle Tipps für einen Zero Waste Haushalt und mehr "Mitdenken" zu bekommen. Vor ihrem Durchhaltevermögen habe ich größten Respekt und werde auch selbst versuchen, etwas konsequenter zu sein.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0