Spontan nach Kroatien

Dem schönen wetter hinterher

Mitte März, der Wetterbericht sagt mehr als 10°C Plus voraus. Und wir hatten 10 Tage Skifahren/ Skitouren und Powdern im Kopf geplant. Hatten Freunden Bescheid gegeben, damit die Couch frei ist. Und zur Sicherheit aber auch Räder und Klettersachen eingepackt - man weiß ja nie.

Montag morgen im Auto fuhren wir Richtung Arlberg. Um dann in Bregenz noch einmal den Lawinenlagebericht zu checken und festzustellen, dass es bis auf 2.000 Meter geregnet hatte. Kurzerhand warfen wir unseren Plan über den Haufen und fuhren zwei Tage nach Latsch zum radeln (beste Entscheidung ever!).

Ganz wollte mich der Winterurlaubsgedanke aber nicht los lassen, also gings Dienstag Abend wieder zurück über den Reschen nach Innsbruck. Um dort Mittwochs bei Regen resigniert aufzugeben - unser Tourenguide hatte definitiv nicht vor das Haus bzw. seine Couch bei Regen zu verlassen. Irgendwie hatten wir dann die Schnauze voll von diesem Winter. Kurzer Blick auf den Wetterbericht. Finale Regen, Südfrankreich Regen, selbst in Spanien - Regen. Nur dieses Kroatien, das schien verschont zu bleiben. Zack, Entscheidung getroffen. Auf nach Istrien.

 

In Istrien hatten wir dann eine schöne Woche Sommer. Klettern ohne T-Shirt, Eis Essen am Meer, Braun gebrannte Gesichter. Am einzigen Regentag hatten wir das große Glück die wohl einzigen MTB-Endurofahrer in Buzet kennenzulernen, die uns zum Shutteln mit nach Groznjan nahmen (der Ort ist übrigens auch für den Nicht-Mountainbiker sehr zu empfehlen, da es sich um eine kleine Künstlerkolonie handelt).

 

Klettergebiete gibt es zuhauf, besonders gut haben uns die Gebiete über dem Limski Kanal, Vela Draga und Buzetski Kanjon gefallen. Für Anfänger gäbe es noch Kamena Vrata, für Fortgeschrittene Kompanj. Alle Gebiete sind kaum abgespeckt und gut eingebohrt. Am Limski Kanal wurden wir vor Schlangen gewarnt und haben dann tatsächlich auch eine sehr große Schlange gesehen, Gott sei Dank nicht in der Wand, sondern im Gebüsch beim Frühstücken :) Danach konnten wir auch die "Trittgeräusche" zuordnen. Keine Ahnung wie die Schlangen das machen, aber in Zukunft hüte ich mich jedem Schrittgeräusch nachzulaufen.

Ein Muss ist die kleinste Stadt der Welt, Hum. Der Ort wurde uns von Goran empfohlen, den wir vorm Supermarkt ansprachen, da er ein Enduro Bike dabei hatte. Er nahm uns nicht nur mit nach Groznjan, sondern zeigte uns am letzten Abend noch seine Hausrunde in Buzet. 33 km und 700 hm, samt Geschichte der Region, zukünftiger Enduro Strecke und sehr viel Offenheit und Gastfreundschaft!

 

Den krönenden Abschluss des Urlaubs brachte dann noch eine schöne Berglaufrunde in Kärnten und eine MTB-Tour in der Heimat, mit Drei-Seenblick über dem Wolfgangsee. Somit wurden sowohl der Hinweg nach Kroatien, als auch der Rückweg bestens aufgeteilt und genutzt.

Rundtour Istrien

Gestartet und geendet hat unsere Tour in Buzet, einem verschlafenen Ort, der aber für "inländische" Verhältnisse viel zu bieten hat.

Falls man etwas mehr Infrastruktur braucht, geht Rovinj, am besten aber bis Rijeka fahren (dort gibt es auch einen Sportladen). Feines Abendessen am Meer gab es in Vrsar.

Klettergebiete: Kompanj und Buzetski Kanjon, Limski Kanal (unterhalb von Klostar) und Vela Draga

MTB: Groznjan und rund um Buzet (nur mit einem Local auffindbar!)


Eindrücke